60 Verbände und Institutionen
darunter auch die Kalksandsteinindustrie
gründen
einen Pakt für Klimaschutz
Die unterzeichnenden Verbände und
Institutionen erklären mit diesem Pakt
gemeinsam:
Der Klimawandel ist eine der größten
Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.Mit
ihrem Energiekonzept hat die Bundesregierung
am 28, September 2010 sehr ehrgeizige Zielsetzungen
in Bezug auf energetische Gebäudesanierung
und energieeffizientes Bauen vorgelegt,
ohne allerdings aufzuzeigen, mit welchen
Maßnahmen diese Ziele errreicht werden
sollen.
Mit den Eckwerten für den Bundeshaushalt
2011 hat das Bundeskabinett am 16.03.2011
nunmehr beschlossen, keinerlei Mittel für
das CO2-Gebäudesanierungs-programm
in den Haushalt 2012 einzustellen. Die im
Energiekonzept der Bundesregierung angedachte
Finanzierung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms
mit Mitteln aus den Energie- und Klimafonds
ist nach dem Beben in Japan und dem Atom-Moratorium
allerdings nachhaltig in Frage gestellt.
Der Wegfall der Förderung für
energieeffizientes Bauen und Sanieren ab
2012 konterkariert die bisherige Klimaschutzpolitik
in höchstem Maße und macht sie
unglaubwürdig.
Die durch den Bundeshaushalt finanzierten
KfW-Mittel für das energieeffiziente
Bauen und Sanieren haben 2009 ca. 300.000
und 2010 fast 350.000 Arbeitsplätze
gesichert und Investitionen von jeweils
ca. 20 Milliarden Euro angestoßen,
sowie insgesamt zu einer Einsparung von
rund 2,5 Millionen Tonnen CO2 geführt.
Die KfW-Förderung ist unverzichtbar,
um die energetische Modernisierung des sanierungsbedürftigsten
Wohngebäudebestandes, in dem die meisten
einkommensschwachen Mieter wohnen, sozialverträglich
zu machen sowie die energetische Ertüchtigung
der kommunalen Gebäude und Einrichtungen
voranzutreiben.
Auch bei den Wohneigentümern, die rund
14,9 Mio Eigenheime oder Zweifamilienhäuser
selbst nutzen, wird sich die Einstellung
des CO2-Gebäudesanierungsprogramms
als massive Investitionsbremse auswirken.